Deutschland will wissen, wie viel Verpackung bei dir rausgeht. Ab jetzt kümmert sich jemand darum.

Wenn du aus dem Ausland an Kundschaft in Deutschland verschickst, will das Gesetz jetzt eine benannte Person hier, die deine Verpackungspflichten trägt. Das mache ich für kleine Shops — zu Preisen für kleine Shops, nicht zu Agenturpreisen. Denn wer zwölf Pakete im Jahr verschickt, soll nicht so viel zahlen wie jemand mit zwölftausend.

Nicht sicher, ob dich das betrifft? In 30 Sekunden geklärt ↓
Neu seit dem 12. August → Ein Packtisch mit offenem Karton, Seidenpapier, Klebeband, Versandetikett und Wabenpapier
Alles, womit du packst, zählt. Karton, Seidenpapier, Klebeband, Etikett, Füllmaterial. Was du verkaufst, zählt nicht — und dein Verkaufspreis auch nicht.
12Aug2026

Seit diesem Tag brauchst du eine benannte Person in Deutschland.

Was sich genau geändert hat →

Sitzt dein Unternehmen außerhalb Deutschlands und schickst du verpackte Ware an Leute in Deutschland, brauchst du hier jemanden, der deine Verpackungspflichten übernimmt.

Das ist keine Empfehlung, und klein sein hilft nicht — die Pflicht beginnt beim ersten Paket, ob du zwölf im Jahr verschickst oder zwölftausend. Ist jemand benannt, wandert die Abwicklung dorthin: Systembeteiligung, Mengenmeldungen, Jahresabschluss und die Kommunikation mit Systembetreiber und ZSVR. Hersteller bleibst du, deine Zahlen brauche ich also einmal im Jahr weiterhin.

„Warum zahle ich auf einmal dafür?“ Tust du nicht — die Regeln gelten seit Jahren. Am 12. August hat sich geändert, wer verantwortlich ist.

Die Kurzfassung in zwei Minuten →

Betrifft dich das überhaupt?

Drei Dinge müssen zusammenkommen. Stimmt eines davon nicht, kannst du den Tab beruhigt zumachen.

Dein Unternehmen sitzt außerhalb Deutschlands

Egal wo — USA, Großbritannien, Frankreich, Türkei. Hauptsache nicht in Deutschland.

Du verschickst selbst an deutsche Kundschaft

Direkt an die Person, die bestellt hat. Läuft der Verkauf über einen deutschen Großhändler oder Importeur, liegt die Pflicht meist dort.

Du hast keine Niederlassung in Deutschland

Kein Büro, keine Tochterfirma, kein eigenes Lager. Ein angemietetes Fulfilment-Center zählt nicht.

Alle drei treffen zu? Dann brauchst du einen Bevollmächtigten.

Es gibt keine Ausnahme für Kleine und keine Mindestmenge — die Pflicht beginnt beim ersten Paket, ob du zwölf im Jahr verschickst oder zwölftausend. Was du zahlst, richtet sich dagegen sehr wohl nach der Menge. Das Formular dauert etwa fünf Minuten.

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Was es kostet

Auf der Rechnung stehen zwei Posten: die German Packaging Fee, die sich nach deiner Paketzahl richtet, und die Entsorgung, die sich nach dem Gewicht deiner Verpackung richtet. Sonst nichts.

Zwei Wege zur Schätzung. Sie können jederzeit umschalten — Ihre Eingaben bleiben erhalten.

Für welches Lizenzjahr?

Wähle das Jahr, in dem deine Pakete nach Deutschland gehen. 2026 ist das laufende Jahr; 2027, wenn du erst im Januar startest.

Pakete

Zahl eintippen oder den Regler ziehen

Wie groß ist ein typisches Paket?
Woraus besteht ein typisches Paket?
Worin verschickst du?
Womit polsterst du?
Womit klebst du zu?

Normales Paketband ist Kunststoff — deshalb taucht auch dann etwas Plastik auf, wenn du in Papier packst. Das Etikett zählt immer als Papier. Du nutzt mal dies, mal das? Nimm, was am häufigsten vorkommt.

Leg ein leeres Paket auf die Küchenwaage: Karton, Füllmaterial, Klebeband, Etikett — nur nichts von der Ware. Dann trag das Gewicht nach Material ein.

Gewichte eingeben als
German Packaging Fee —
Entsorgung Mindestens 14,95 € im Jahr —

Wie sich das Entsorgungsentgelt ergibt

Alles zusammen, pro Jahr —
Pro Paket, alles drinHonorar und Entsorgung zusammen — das ist die Zahl für deine Preiskalkulation —
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Wie die Beauftragung abläuft

Drei Formalitäten, dann läuft es. Keine davon dauert länger als ein paar Minuten.

Einrichten
1

Wir halten die Bevollmächtigung schriftlich fest. Das Gesetz verlangt einen Vertrag auf Deutsch, den beide Seiten mit qualifizierter elektronischer Signatur unterschreiben. Du bekommst ihn vorher zum Lesen — fällig wird vorher nichts.

2

Du trägst meine ID in deinen Registereintrag ein. Jede bevollmächtigte Person bekommt vom Verpackungsregister eine Nummer. Erst wenn meine in deinem Eintrag steht, weiß die Behörde, dass ich für dich handle.

3

Ich bestätige, die Behörde gibt frei. Ab dann liegen die Pflichten bei mir — schwarz auf weiß.

Schon in LUCID registriert?dann dauert Schritt 2 zwei Minuten

Viele sind es längst — das Register gilt seit Jahren auch für den Versand aus dem Ausland. Wenn du einen Eintrag hast, ergänzt du dort nur meine ID.

Noch nicht registriert?kostenlos, etwa zehn Minuten

Dann registrierst du dich zuerst. Kostenlos, und du bekommst von mir eine Anleitung mit Screenshots. Diesen einen Schritt musst du persönlich machen — keine bevollmächtigte Person, keine Agentur und keine Kanzlei darf ihn übernehmen. Wer das anbietet, irrt sich.

Was ich ab dann mache
  • Den günstigsten Systembetreiber suchen. Es gibt rund zehn zugelassene Anbieter. Die Leistung ist bei allen dieselbe, die Preise und Mindestgebühren nicht — ich vergleiche und suche für jeden das Passende, je nach Material und Menge.
  • Den passenden Systembetreiber auswählen und die Systembeteiligung auf Grundlage deiner Materialien und Mengen abrechnen.
  • Deine Angaben in Kilogramm umrechnen und nachrechnen, ob sie plausibel sind, bevor etwas rausgeht.
  • Die Meldungen machen — an den Systembetreiber und ans Register, identisch, wie es das Gesetz verlangt.
  • Beide Jahresfristen im Blick behalten — damit du es nicht musst.
  • Mit der Behörde reden, wenn sie Fragen zu deinem Eintrag hat.
So sieht dein Jahr danach ausZahlung, Bestätigungen, Hilfe

Die Zahlung läuft von allein. Deine Karte bleibt hinterlegt, der Jahresbetrag und eine mögliche Nachberechnung im Frühjahr werden automatisch abgebucht, und vor jeder Abbuchung bekommst du eine E-Mail.

Du bestätigst, was rausgegangen ist. Zweimal im Jahr schicke ich dir die Zahlen, die ich berechnet habe. Du prüfst und klickst auf Bestätigen — oder korrigierst, wenn dein Jahr anders lief. Mehr brauche ich nicht von dir.

Und du bekommst Hilfe dabei. Ein kurzes Video und ein einseitiges PDF führen dich durch die Bestätigung und, falls noch nötig, durch die Registrierung selbst — Bildschirm für Bildschirm.

Bin ich an einen Vertrag beim dualen System gebunden?kein Vertrag beim dualen System

Ich kaufe nur die Menge für dein Kalenderjahr ein. Es verlängert sich nichts, und du musst beim System nichts kündigen. Bei mir gilt eine Frist von drei Monaten zum Jahresende, weil ich ab Oktober schon fürs Folgejahr melde. Ändert sich bei dir etwas, schreib mir.

Bist du zwischendurch erreichbar?ja, per E-Mail, jederzeit

Zweimal im Jahr brauche ich eine Bestätigung von dir, und ich melde mich, wenn etwas erledigt ist. Ansonsten schreib mir, wann immer etwas ist — neue Adresse, neuer Markenname, ein Marktplatz will einen Nachweis, oder einfach eine Frage, die du lieber einem Menschen stellst als einer Hilfeseite. Du wirst nicht weitergereicht.

Bist du die Behörde?nein — ein privates Angebot

Das Register betreibt die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister. German Packaging ist ein privates Angebot ohne Verbindung dorthin. Ich bin die Person, die du beauftragst, um mit der Behörde für dich zu sprechen — und ich trage deine Pflichten im eigenen Namen, sobald die Benennung bestätigt ist.

Bevor du dich einträgst

Zwei Dinge, nach denen oft gefragt wird: weitere Länder und die Jahre, in denen du nicht registriert warst.

Eine Bevollmächtigte, mehrere Länder. Aktuell decke ich Deutschland ab. Frankreich, Italien und Spanien stehen als Nächstes an — das Ziel ist, dass du eine Ansprechperson hast statt einer pro Land. Sag mir, welche Märkte für dich zählen, dann fließt das in die Planung ein.

Wenn du seit Jahren verschickst und nie registriert warst

Trag dich ganz normal über das Formular ein und sag mir dazu, seit wann du verschickst. Die Pflicht ist nicht neu, sie gilt für ausländische Händler seit Jahren, und als Bevollmächtigte kann ich Zeiträume vor meiner Benennung nicht übernehmen. Rechne damit, dass die Bereinigung etwas kostet, womöglich mehr als eine Jahresgebühr. Ich sage dir ehrlich, was ich davon halte — und wenn ich nicht die Richtige bin, sage ich das auch.

Nicht sicher, ob das auf dich passt? Frag mich vorher — eine Mail genügt, und sie kostet nichts.

Jennifer Rogalski-Koschel, Bevollmächtigte
Warum ich das mache

Ich komme aus dem Marketing & wollte selbst etwas Handgemachtes verkaufen.

Seit mehr als 14 Jahren bin ich selbstständig: Marketing für kleine Unternehmen, Bücher, handgemachte Kristallbilder. Daraus wollte ich einen kleinen Shop machen und bin beim Einrichten über das Verpackungsgesetz gestolpert. Ich weiß also, wie so eine Woche aussieht: glasieren, packen, fotografieren, Nachrichten beantworten. Niemand hat einen Nachmittag übrig für ein fremdes Register in einer Sprache, die er nicht liest.

Also habe ich mich anders entschieden. Nichts spornt mich so an wie etwas, für das noch keine Lösung da ist, und die Angebote, die es gab, waren für Firmen mit Compliance-Abteilung gebaut und entsprechend bepreist. Inzwischen bin ich für über 340 Händlerinnen und Händler weltweit als Bevollmächtigte benannt, von zehn Paketen im Jahr bis zu mehreren Tausend. Du machst weiter deine Sachen, ich halte dir den deutschen Papierkram vom Tisch.

Alles läuft per E-Mail. Keine Termine, keine Warteschleife, niemand, dem du hinterhertelefonierst. Du bekommst einen Link, klickst, fertig — und wenn wirklich mal ein Mensch nötig ist, bin das ich.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Wenn deine nicht dabei ist, schreib mir — dann kommt sie dazu.

Brauche ich einen Bevollmächtigten in Deutschland?
Wenn dein Unternehmen außerhalb Deutschlands sitzt, hier keine Niederlassung hat und du verpackte Ware direkt an deutsche Endkunden schickst — ja, seit dem 12. August 2026. Es gibt keine Ausnahme für kleine Mengen, und du darfst nur eine Person benennen.
Richtet sich die Gebühr nach meinem Umsatz?
Nein. Sie richtet sich nach dem Gewicht der Verpackung, die rausgeht — Karton, Klebeband, Seidenpapier, Etikett. Das Produkt darin zählt nicht, und dein Umsatz auch nicht. Eine schwere Vase im leichten Karton kostet weniger als ein leichtes T-Shirt in einer dicken Folientasche.
Was ist LUCID?
Das amtliche Verpackungsregister, betrieben von der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister. Die Registrierung ist kostenlos. Du musst sie selbst vornehmen: Sie ist höchstpersönlich und nicht übertragbar — genau wie spätere Änderungen an deinem Eintrag.
Kannst du mich in LUCID registrieren?
Nein — und niemand sonst darf das, egal was beworben wird. Was ich kann, ist alles danach: der Systemvertrag, die Mengenmeldungen, die Korrekturen, die Fristen. Deine zehn Minuten kaufen dir ein Jahr, in dem du nicht daran denken musst.
Warum muss der Vertrag auf Deutsch sein?
Das Gesetz verlangt eine schriftliche Bevollmächtigung in deutscher Sprache, und der deutsche Text ist der verbindliche. Auf Wunsch schicke ich eine englische Lesefassung dazu. Unterschrieben wird von beiden Seiten handschriftlich oder mit qualifizierter elektronischer Signatur — eine eingescannte Unterschrift oder ein Häkchen genügt nicht.
Ich verkaufe über Etsy. Macht die Plattform das nicht?
Nein. Marktplätze müssen prüfen, ob du registriert bist, und können deine Angebote sperren, wenn nicht — die Pflicht tragen sie aber nicht für dich. Sie bleibt bei dem, der die Verpackung in Deutschland in Verkehr bringt. Und das bist du.
Was passiert, wenn ich nichts tue?
Zuerst werden deine Angebote gesperrt — das ist die Variante, die die meisten erleben. Bußgelder nach dem Verpackungsrecht erreichen in schweren Fällen sechsstellige Beträge. Da die Sache dich zehn Minuten kostet, ist das selten ein Risiko, das sich lohnt.
Ich verkaufe kaum nach Deutschland. Lohnt sich das trotzdem?
Faire Frage, und die ehrliche Antwort lautet: manchmal nicht. Wenn Deutschland drei Bestellungen im Jahr bedeutet, schau dir an, ob der Markt den Papierkram wert ist. Das sage ich dir lieber jetzt, als dein Geld zu nehmen.

Einmal einrichten. Danach ist es meine Sache.

Ich halte den Systemvertrag, mache die Meldungen, behalte beide Fristen im Blick und rede mit der Behörde. Zweimal im Jahr bitte ich dich, deine Zahlen zu bestätigen — und dazwischen kannst du mir jederzeit schreiben.

Beauftrage mich als Bevollmächtigte

Want the numbers first? rechne aus, was es dich kostet — no account needed.