Eine Bevollmächtigte kostet 55 € im Jahr.

Das ist meine Gebühr für einen Shop mit weniger als 250 Paketen im Jahr nach Deutschland und bis 65 kg Verpackung, und sie gilt für das ganze Kalenderjahr. Die Systembeteiligung kommt dazu. Sie wird gesondert berechnet — auf Grundlage des für dein Mandat eingesetzten Systembetreibers sowie deiner Verpackungsmaterialien und Mengen — und du erhältst den für dich geltenden Betrag vor Vertragsschluss. Hier steht die vollständige Rechnung.

Was eine Bevollmächtigte kostet

Die Jahresgebühr richtet sich sowohl nach der Paketzahl als auch nach dem gesamten Verpackungsgewicht, das du in Deutschland in Verkehr bringst. Fallen die beiden Werte in verschiedene Stufen, gilt die höhere.

1 · Die German-Packaging-Gebühr, pro JahrBetrag
Unter 250 Pakete und bis 65 kg Verpackungder typische Etsy- oder Shopify-Shop55 €
250–1.999 Pakete oder mehr als 65–500 kg Verpackung100 €
2.000–2.999 Pakete oder mehr als 500–1.000 kg Verpackung150 €
ab 3.000 Pakete oder mehr als 1.000 kg Verpackungschreib mir
2 · Die Systembeteiligung, gesondert berechnetÜblich
wenige Kilogramm Verpackung im Jahrhier landen die meisten kleinen Handmade-ShopsMindestentgelt, 28,90 €
etwa 20 kg, fast nur Papier und Kartonrund 180 sparsam gepackte Paketeweiterhin Mindestentgelt
etwa 105 kg, Karton plus etwas Kunststoffeine echte Abrechnung aus 202663 €
etwa 65 kg mit hohem Kunststoffanteilweniger Gewicht, mehr Kosten — siehe unten70–90 €

Das Material fällt stärker ins Gewicht als das Gewicht

Ein Kilo Kunststoff kostet rund das Dreifache eines Kilos Karton — deshalb können 65 kg kunststofflastige Verpackung teurer sein als 105 kg Karton.

Unterhalb einer bestimmten Menge zahlst du schlicht das Mindestentgelt des Systembetreibers und nichts obendrauf. Dort bleiben kleine Shops meist lange.

Ich vergleiche die Systembetreiber für dich

Es gibt rund zehn zugelassene. Sie müssen alle dieselbe Leistung erbringen, aber jeder hat einen eigenen Tarif und ein eigenes Mindestentgelt — bei diesen Mengen macht das einen echten Unterschied. Ich melde dich dort an, wo Material und Menge passen.

Die Zahlen oben sind echte Anhaltspunkte, kein Angebot. Rechne deinen eigenen Betrag aus.

Vier Dinge, die unabhängig von deiner Größe gelten

Keine Gebühr pro Meldung oder Änderung

Bei einem Standardmandat stecken die Verwaltung, die Organisation der Systembeteiligung, die regulären Mengenmeldungen, die erforderlichen Meldungen in LUCID, die Jahresabschlussmeldung und die Kommunikation mit Systembetreiber und ZSVR in der Jahresgebühr.

Abrechnung nach Kalenderjahren

Beginnt das Mandat im laufenden Kalenderjahr, fällt die Jahresgebühr für dieses Jahr vollständig an. Es gibt keine zeitanteilige Kürzung und keine gesonderte Einrichtungsgebühr, weil der Einrichtungsaufwand unabhängig vom Startmonat gleich ist.

Das Mindestentgelt ersetzt, es kommt nicht obendrauf

Liegt deine Verpackung rechnerisch darunter, zahlst du das Mindestentgelt und sonst nichts.

Alles jenseits eines Standardmandats wird vorher abgestimmt

Umfangreiche Korrekturen, Vorjahre, Vollständigkeitserklärungen oder besondere Verpackungsarten können separat berechnet werden — nie, ohne dir den Preis vorher zu nennen.

Ein Rechenbeispiel. Ein Shop mit rund 200 Paketen im Jahr, je etwa 250 g Karton und 10 g Kunststoff, bringt ungefähr 50 kg Papier und Karton sowie 2 kg Kunststoff in Verkehr. Die rechnerischen Entsorgungskosten dafür liegen bei rund 19 € — unter dem Mindestentgelt, also greift das Mindestentgelt.

28,90 € Mindestentgelt + 55 € Jahresgebühr = 83,90 € netto im Jahr

Beispiel zur Veranschaulichung, auf Grundlage angenommener Mengen und des derzeit eingesetzten Tarifs. Verbindlich sind allein die für dein Mandat berechneten Mengen und Entgelte.

Die Tabelle oben ist die Gebühr. Ab 3.000 Paketen oder mehr als 1.000 kg im Jahr wird sie vor Mandatsannahme individuell vereinbart. Die Systembeteiligung kommt gesondert dazu und richtet sich nach dem eingesetzten Betreiber sowie deinen Materialien und Mengen.

Wofür die beiden Posten stehen

Der eine ist meine Arbeit für das ganze Jahr. Der andere ist der tatsächliche Preis dafür, dass deine Verpackung recycelt wird.

Die German-Packaging-Gebühr

Ein Preis für das Jahr, egal was darin anfällt.

  • Die zugelassenen Systembetreiber vergleichen und den auswählen, der zu deinen Materialien und deiner Menge passt.
  • Diesen Vertrag auf deinen Namen halten und die Abrechnung übernehmen.
  • Deine Angaben in die Kilogramm je Material umrechnen, die das Gesetz verlangt, und prüfen, ob sie plausibel sind, bevor etwas gemeldet wird.
  • Die Meldungen an System und Register abgeben, die Jahresabschlussmeldung erstellen und beide Fristen im Blick behalten.
  • Den Schriftverkehr mit der Behörde führen und deine Rückfragen per E-Mail beantworten, wann immer etwas aufkommt.

Das Entsorgungsentgelt

Nicht mein Einkommen. Genau so weitergegeben, wie es abgerechnet wird.

  • Das ist der tatsächliche Preis dafür, dass deine Verpackung in Deutschland gesammelt und recycelt wird.
  • Festgelegt wird er vom Systembetreiber, nach Gewicht und Material dessen, was du verschickst.
  • Unterhalb einer bestimmten Menge zahlst du stattdessen das Mindestentgelt dieses Betreibers.
  • Die Systembeteiligung wird gesondert berechnet, auf Grundlage des eingesetzten Systembetreibers sowie deiner Verpackungsmaterialien und Mengen. Den für dich geltenden Betrag erhältst du vor Vertragsschluss.
  • Hast du dieses Jahr anderswo schon Mengen lizenziert, werden sie nicht erneut lizenziert.
Registereintrag

kostenlos

LUCID kostet nichts. Du registrierst dich selbst — etwa zehn Minuten, und diesen Schritt behält das Gesetz dir persönlich vor.

Laufzeit

Kalenderjahr

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und wird nach Kalenderjahren abgerechnet. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Ende eines Kalenderjahres, die Kündigung muss also bis zum 30. September zugehen. Beginnt das Mandat im laufenden Jahr, fällt die Jahresgebühr für dieses Jahr vollständig an — ohne zeitanteilige Kürzung und ohne gesonderte Einrichtungsgebühr.

Umsatzsteuer

Reverse Charge

Mit gültiger EU-USt-IdNr. außerhalb Deutschlands. Außerhalb der EU ohne deutsche USt bei nachgewiesener Unternehmereigenschaft.

Fragen zum Preis

Alle weiteren stehen auf der Fragenseite.

Was kostet das insgesamt?
Die German-Packaging-Gebühr beträgt 55 € im Jahr unter 250 Paketen und bis 65 kg Verpackung, 100 € ab 250 Paketen oder über 65 kg, 150 € ab 2.000 Paketen oder über 500 kg, und ab 3.000 Paketen oder 1.000 kg sprechen wir darüber. Der höhere der beiden Werte entscheidet. Dazu kommt die Systembeteiligung, die gesondert auf Grundlage des eingesetzten Systembetreibers sowie deiner Materialien und Mengen berechnet wird; unterhalb einer bestimmten Menge ist das das Mindestentgelt des Systembetreibers von 28,90 €. Der Registereintrag in LUCID ist kostenlos.
Warum ist das Entsorgungsentgelt getrennt?
Weil es keine Dienstleistungsgebühr ist, sondern der tatsächliche Preis dafür, dass deine Verpackung recycelt wird. Es richtet sich nach Gewicht und Material dessen, was du verschickst, und kann deshalb keine Pauschale sein. Den für dich geltenden Betrag erhältst du vor Vertragsschluss und vor jeder späteren Belastung.
Richtet sich die Gebühr nach meinem Umsatz?
Nein. Nichts hier hängt an deinen Verkäufen. Die German-Packaging-Gebühr richtet sich nach der Zahl der Pakete, das Entsorgungsentgelt nach Gewicht und Material der Verpackung, die rausgeht — Karton, Klebeband, Seidenpapier, Etikett. Das Produkt selbst zählt nicht.
Was ist, wenn ich mehr Pakete verschicke als geschätzt?
Die Paketanzahl allein löst keine Nachzahlung aus — maßgeblich sind die tatsächlichen Kilogramm je Material. Nur wenn dadurch höhere Systemkosten entstehen, wird die Differenz bei der Jahresabrechnung berechnet, und du siehst sie vorher.
Ich zahle dieses Jahr schon ein System. Zahle ich doppelt?
Nein. Bereits lizenzierte Mengen werden nicht erneut lizenziert. Die bestehende Teilnahme wird geprüft und fortgeführt oder angepasst, neu ist dann nur die Gebühr. Mehr dazu, was in deiner Lage gilt.
Zahle ich deutsche Umsatzsteuer?
Mit gültiger EU-USt-IdNr. außerhalb Deutschlands wird im Reverse-Charge-Verfahren abgerechnet. Unternehmen außerhalb der EU werden ohne deutsche USt fakturiert, sobald die Unternehmereigenschaft nachgewiesen ist.

55 € im Jahr, und die Fristen sind nicht mehr deine.

Drei Schritte, etwa fünf Minuten deiner Zeit, und du bekommst deine genauen Zahlen zurück, bevor irgendetwas unterschrieben wird.

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